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Die Guichinger Plattler

Platter1Guichinger Plattler in Eichenau

 

Der 'Schuahplattler' (Schuhplattler) ist ein traditioneller bayerischer Tanz, welcher in seiner jetzigen Form aus dem 'Landler' (Landler) entstanden ist. Hierbei wird in unterschiedlichster Kombination im Takt unter anderem mit den Händen auf Oberschenkel, Unterschenkel (Wadel) und Schuhsohle geschlagen. Da sich dieser Tanz in seiner Entstehung großer Beliebtheit erfreut hat, ist es kein Wunder, dass in unsereren Regionen bis heute 'geplattlt' wird.

 Brauchtum und Tanz für Jung und Alt

 Auch der Guichinger Brauchtum e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses Kulturgut zu bewahren und an jüngere Generationen weiterzugeben. Praktiziert wird das 'Schuahplattln' von uns sowohl zur eigenen Freude als auch zur Unterhaltung anderer Leute , wobei das bestehende Repertoire nicht nur stetig mit traditionellen Plattler erweitert, sondern auch verbessert und mit eigenen Kreationen versehen wird. Des Weiteren beschränken wir uns nicht nur auf regionale Auftritte. Schon in der Vergangenheit stellten wir unser Können in Städten wie Kufstein, der Hansestadt Hamburg und Köln unter Beweiß und haben stets  Begeisterung geerntet.

 Unser Verein kann mittlerweile auf über 18 Plattler zurückgreifen, um während diversen Veranstaltungen und Festen das Publikum immer wieder auf ein Neues zu unterhalten. Die bekanntesten und ansehnlichsten sind Folgenende:

 ● Holzhacker

Unterhaltung pur: Zum Plattler selbst wird gehackt, gesägt, gegrillt und Brotzeit gemacht, wobei es schon einmal rauh zugehen kann.

Watschplattler

Zwei Burschen können sich nicht einigen, wer das Deandl (Mädchen) bekommt. Das ruft förmlich nach einer Prügelei.

Inntaler Plattler

Der Vorzeigeplattler des Vereins, der dem Tänzer die volle Kondition abfordert, dafür aber umso ansehnlicher ist.

Aschauer Plattler

In rasantem Tempo und beeindruckender Präzision wird geplattlt was das Zeug hält.

As Banker´l

Ähnlich wie beim Holzhacker steht hier die Unterhaltung im Mittelpunkt. Vier Burschen stellen mit zwei Bänken jede Menge Unfug an. Da kann es schon einmal laut werden.

und viele mehr...

 
Ordnung, die sich bewährt hat

Die meisten Plattler laufen typischerweise so ab, dass die in einheitliche Tracht gekleidete Tanzgruppe klatschend und lärmend im Gleichschritt einmarschiert und in einer bestimmten Formation aufstellt (z.B. Kreis, Reihe). Diverse Utensilien, die während des Tanzes gebraucht werden (Axt, Säge, Bank, etc.), werden während des Einmarsches üblicherweise sogleich mitgetragen, was für den Zuschauer sogleich sehenswert ist. Nach einer variirenden Anzahl an Durchgängen, welche häufig durch einen kleinen Zwischenmarsch/-spiel voneinander getrennt sind, marschiert die Gruppe wieder ab.

 Die Tracht als Symbol der Einigkeit

Obwohl der Guichinger Brauchtum e. V. kein eigentlicher Trachtenverein ist, nimmt das einheitliche Erscheinungsbild sowohl für die weiblichen als auch für die männlichen Vereinsmitglieder einen hohen Stellenwert ein. Unsere Schuahplattler tragen (wie alle männlichen Vereinsmitglieder) eine kurze, knielange und schwarze Lederhose mit weißen Stickerein. Die Herkunft wird durch das eigenen Vereinsemblem an den Trägern verdeutlicht. Neben Haferlschuhen und Hut (Aschauer Art) werden graue Strümpfe, deren oberer Rand mit grünen Streifen verziert ist, getragen. 

 

Bei Fragen ist Ihnen unser Vorplattler Stefan Kail (stefankail@guichinger-brauchtum.de) gerne behilflich.